Du & die Linien 142

Viele Menschen haben in der Linien 142 gelebt und haben vieles erlebt.

Kennst du unser Haus? Hast du hier gewohnt? Oder warst du hier zu Besuch? Hast du das Haus im Vorbeigehen fotografiert?
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Kleine Ergänzung zu deinem Post, wenn du willst 😉
Woher kommst du? Was machst du in Berlin? Warum ist dir dieses Haus aufgefallen?

Das Haus wird verschwinden, denn davor wird ein Neubau gebaut. Hiermit soll die Erinnerung lebendig bleiben

2009

2009

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Ein Gedanke zu “Du & die Linien 142

  1. Liebe Mieter der Linienstraße 142,
    ich kenne euer Haus seit etwa 3 Jahren. Zu Beginn war ich Besucher in einem Haus, nebenan. Später wurde ich dann euer Nachbar. Ich wohne hier eigentlich sehr gut, mal abgesehen von den vielen Touristen und den wenigen Parkplätzen. Zu Beginn störte mich auch noch das Kindergeschrei von der Schule schräg gegenüber, mittlerweile hör ich das gar nicht mehr. Vielleicht liegt es daran, dass der Baulärm alle anderen Töne verschluckt.
    Wir werden wohl unser Schlafzimmer nach hinten verlegen müssen. In das winzige Zimmer neben Küche und Bad, um auf diese Weise dem Geräuschpegel zu entgehen. Alles andere, ist zum schlafen ja kaum mehr auszuhalten. Ansonsten ist es hier eigentlich sehr schön.
    Was ich an der Linienstraße aber schon immer vermisst habe, war ein bisschen was Grünes vor der Tür. Ich war daher immer sehr dankbar, wenn ich an eurem Garten vorbei lief. Dort war alles ein bisschen wild, es gab den Elefantenbaum, ein paar Sprüche an der Wand, und ein bisschen Unkraut. Mich hat es irgendwie beruhigt, dass es in Mitte noch ein paar Orte gibt, die urig geblieben sind. Endlich etwas, was sich nicht verändert alle Sekunden. Ein Ort der frei geblieben ist von der Luxus-Bebauung. Ein bisschen mehr Licht in der Linienstraße. Man könnte sagen das Haus Nr. 142 war ein Ort, wo man fühlte, dass die Stadt noch atmet. 😉 Mich machte es immer froh, daran zu denken, dass hier ein Haus stand, dass so gar nicht dem Mitte-Ideal entsprach. Wenn ich heute am Bauzaun vorbei spaziere, werde ich immer traurig. Und ich möchte am liebsten auf den Boden spucken, weil ich es nicht ertragen kann, wie hier wieder Wohnraum zerstört wird, um Wohnraum zu schaffen, den sich eh niemand leisten kann. Ich habe mir die Fotos von früher angesehen, wo die wundervoll grüne Bäume vor dem Haus stehen. Und dann denke ich mir: scheiße, ist die Welt ungerecht. Ich will den Elefanten zurück, und die Bäume. Wer konnte so bösartig sein und die Bäume fällen…. Heute hat doch niemand mehr Respekt vor gar nichts…. seltsam doch, dass das einen so treffen kann. Und ich bin nur Nachbar. Wie müsst ihr euch da nur fühlen. Zum heulen ist das.

    Ich wünsche euch alle Kraft und Hoffnung. Und dass der Primus Immob. AG ein paar dicke Ziegelsteine auf die Füße fallen.

    Mitfühlende Grüße von nebenan

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