Obdachlosenzeitung wird obdachlos

Vermieter setzt „mob e.V.“ auf die Straße

Von ERIK BAUMGÄRTEL

„Eisig wird es für den Berliner Obdachlosenverein „mob e.V.“ im Januar. Der Vermieter setzt die Einrichtung samt Notunterkunft für Obdachlose auf die Straße. Er will sie hier nicht mehr haben.

Prenzlauer Allee 87: Der „Straßenfeger“, das „Kaffee bankrott“, das Sozialkaufhaus, Pankows einzige Notunterkunft – alle müssen raus! Bis spätestens 31. Januar. Der Vermieter hat keine Verwendung mehr für den gemeinnützigen Verein und will ihn vor die Tür setzen. Sein Argument (wörtlich): „ … es ist uns nicht mehr möglich ein Projekt dieser Art in unserem Objekt zu halten.“ …“

weiterlesen unter: http://www.berliner-kurier.de/kiez-stadt/vermieter-setzt–mob-e-v—auf-die-strasse-obdachlosenzeitung-wird-obdachlos,7169128,25106382.html

Alte Bekannte, neue Vertreibung

MieterEcho 361 / Juli 2013

Mit Modernisierungen und Umwandlungen sollen Mieter/innen zum Auszug gedrängt werden

Von der Kiezgruppe Mitte/Prenzlauer Berg

„Unerwartete Post vom Vermieter verheißt oft nichts Gutes. Das mussten auch die Mieter/innen der Kanzowstraße 4/4a in Prenzlauer Berg erfahren. Ihnen wurde im März 2012 mitgeteilt, dass das Haus verkauft sei und alle Wohnungen neu vermessen werden müssten. Damit fing der Stress für die Mieter/innen an: Regelmäßige Hausbesuche eines Finanzdienstleisters, Geldangebote von rund 100 Euro/qm für den Auszug und immer wieder Besichtigungen von Kaufinteressenten.“ …

weiterlesen unter: http://www.bmgev.de/mieterecho/archiv/2013/me-single/article/alte-bekannte-neue-vertreibung.html

Rückbau einer bereits verkauften Wohnung

Neuigkeiten aus der Gleimstraße 52:

Es scheint so, als müsste der Eigentümer, die Gleimstraße 52 GmbH & Co. KG, den Rückbau einer bereits vergrößerten und verkauften Eigentumswohung für den ursprüunglichen Mieter durchführen.

„Die vorsitzende Richterin am Landgericht machte gleich zu Beginn der Verhandlung klar: der Antrag der Beklagten, der Gleimstraße52 GmbH & Co. KG., die einstweilige Verfügung des Mieters abzuweisen, in der der Vermieter zur einer angeblich „unmöglichen Leistung verurteilt wird“, hat keine Aussicht auf Erfolg, denn ein „Rückbau ist nicht unmöglich“.

„Der Mieter verhält sich vertragsfreundlich, aber der Vermieter hält sich nicht an der Vereinbarung!“ So die Richterin. Das waren deutliche Worte. Aber, wie sich später herausstellte, war dies noch harmlos.
„Es wird sich kein Gericht finden, das das Verhalten des Vermieters im Sinne von „Ich halte mich an gar nichts, du an den Vertrag“, gut heißen wird,“ schmetterte die Richterin etwas später.
Es handle sich um „unzulässige Rechtsausübung – es ist ein so grober Verstoß, dass es überhaupt keinen Spielraum mehr gibt,“ so die Richterin weiter. Und warf dem Vermieter weiter vor, er habe„gröblichst gegen die Vereinbarung verstoßen“.
Der Anwalt der Beklagten stammelte daraufhin: „Was soll ich denn machen? Die Wohnung ist verkauft…“

weiterlesen unter: http://gleimstrasse52.tumblr.com/post/66005331396/die-vermieterseite-hat-die-modernisierungsvereinbarung